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Reich geschmückt

Adventsmarkt: Selmer verzieren Bürgermeister und Pfarrer mit Kugeln / Stadtwette kam gut an
An den Kostümen hatten Pfarrer Claus Themann und Bürgermeister Mario Löhr schwer zu tragen, dafür wurden ihre Geldbeutel leichter: Die Selmer haben die Stadtwette auf dem Adventsmarkt rund um die Friedenskirche gewonnen.Um 15 Uhr wurde es am Sonntag voll vor dem Eingang der Friedenskirche. Die Adventsmarktbesucher hatten Kästen mit Kugeln dabei – die Stadtwette war in diesem Jahr eine echte Mitmach-Wette. Volker Brüning, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, gab das Startsignal. „Selmer, lasst uns nicht im Stich“, forderte er. „Wir haben noch nie eine Wette verloren und wir wollen es auch nicht.“ 20 Minuten Zeit gab er den Selmern, Bürgermeister und Pfarrer mit je 100 Christbaumkugeln zu behängen. Dafür hatten die beiden Kostüme geschneidert bekommen, an denen Ösen befestigt waren. Und der Bürgermeister böte doch genug Fläche für 100 Kugeln, sagte Brüning.
Großer Andrang
Nach dem Startsignal bildete sich in Windeseile ein Pulk um Löhr und Themann. Ob Kinder oder Erwachsene, jeder knotete oder hakte die bunten Kugeln an die lebenden Weihnachtsbäume. „Das wird hier immer schwererer“, stöhnte Löhr schnell. Da hatte er auch schon einen hübschen Kopfschmuck bekommen. Jeden freien Haken nutzten die eifrigen Schmücker – auch an Pfarrer Themanns Brille und schließlich auch an seine einzelnen Fingern baumelten die bunten Kugeln. Manche Besucher befestigten gleich kleine Kugelbündel an den lebenden Tannenbäumen – ein Anblick, den die Selmer wohl so schnell nicht vergessen werden. Die Umstehenden schossen auch genügend Fotos von dem lustigen Anblick. Bei so vielen eifrigen Baumschmückern wunderte es nicht, dass bald keine Öse mehr frei war. Brüning verkündete nach 20 Minuten: 200 Kugeln hängen – Stadtwette gewonnen! „Jetzt weiß ich, wie sich ein Weihnachtsbaum fühlt, wenn er frisch geschlagen ist“, sagte Löhr. Die Kugeln zogen ordentlich an seinem Kostüm. Sein Portemonnaie hatte er vorher bei seiner Frau abgegeben. Sie durfte daher den Wetteinsatz bezahlen: 100 Euro ins Spendenglas der Werbegemeinschaft. „Diese 100 Euro gebe ich von Herzen“, sagte auch Themann, dem die Stadtwette wie den applaudierenden Zuschauern sichtlich Spaß bereitet hatte. Mit dem Geld will die Werbegemeinschaft Anfang 2014 ein Medikamentenprojekt anstoßen. Wer an den lebenden Tannen einen hübschen Schmuck für den heimischen Baum entdeckt hatte, hatte bei Themann Glück. Er setzte sich an seinen Stand und war gegen Spenden bereit, einige seiner gesammelten Kugeln wieder herzugeben.
Quelle: RuhrNachrichten

Eintrag vom: 02.12.2013